Die verschiedenen Weinkategorien

Die verschiedenen Weinkategorien



Klassifizierung der französischen Weine und Ernteanteil (%)

Französische Klassifizierung

Europäische Klassifizierung

AOC

30 %

QBA (Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete)

AO VdQS

1 %

QBA (Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete)

VIN DE PAYS

14,5 %

Tafelweine

VIN DE TABLE

40 %

Tafelweine



Die Vin de Table:
Tafelweine müssen einen Alkoholgehalt von mindestens 8,5 bzw. 9% vol.- je nach Produktionsgebiet - haben und dürfen 15% vol. nicht überschreiten. Wenn sie französischen Ursprungs sind (Weine einer bestimmten Region oder Mischung von Weinen mehrerer Regionen), haben sie Anrecht auf die Bezeichnung "französischer Tafelwein". Wird ein Tafelwein aus Traubenmost hergestellt, der aus der europäischen Gemeinschaft importiert und in Frankreich verarbeitet wurde, erhält er die Bezeichnung "Tafelwein, hergestellt in Frankreich aus Trauben geerntet in... (Name des oder der Herkunftländer des Mostes)". Verschnitte mit Weinen aus Ländern außerhalb der Europäischen Gemeinschaft sind verboten. Qualität und Charakter der Tafelweine, die oft unter einer Handelsmarke vertrieben werden, sind je nach Marke unterschiedlich. Die Herstellerfirmen bemühen sich, durch ein ausgewogenes Mischungsverhältnis konstante Qualität und gleichbleibenden Charakter zu erzielen nach dem Geschmack ihrer Kunden.

Die Vin de Pays:
Die Landweine sind die Elite der Tafelweine Frankreichs. Sie dürfen ihre geographische Herkunft nennen. Um Anrecht auf die Bezeichnung zu haben, müssen die Vins de Pays bestimmten Qualitätskriterien entsprechen: Sie dürfen nur aus empfohlenen Rebsorten gekeltert werden und müssen aus dem begrenzten Gebiet stammen, dessen Namen sie tragen (Département, bestimmte Zone innerhalb eines Départements oder Region, die mehrere Départements umfaßt). Sie müssen einen natürlichen Mindestalkoholgehalt von 10% vol. im Mittelmeergebiet und von 9,5 oder 9% vol. in anderen Gegenden haben. Sie müssen den Normen entsprechende Analysewerte erreichen und befriedigende geschmackliche Qualitäten nachweisen. Dies wird durch eine Verkostungskommission überprüft, die vom Office National Interprofessionnel des Vins (ONIVINS) anerkannt ist.

Die AO VDQS (Appellation d'Origine - Vin Délimité de Qualité Supérieure):
Die Produktion der Weine höherer Qualität bestimmter Gegenden (AO VDQS) wird vom Institut National des Appellations d'Origine (INAO) streng geregelt und kontrolliert. Sie erhalten das gesetzlich vorgeschriebene VDQS-Label durch den betreffenden Winzerverband nur, wenn sie die Bedingungen erfüllen, die das Landwirtschaftsministerium durch Erlaß festgelegt hat. Die Vorschriften betreffen das Produktionsgebiet, die Rebsorten, den Mindestalkoholgehalt, den Maximalertrag pro Hektar, die Anbaumethoden, die Methoden der Weinbereitung, die Analyse und die Verkostung durch eine offizielle Expertenkommission.


Die AOC (Weine mit Appellation d'Origine Contrôlée):
Die AOC (Weine mit Appellation d'Origine Contrôlée): Diese Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung entsprechen den Produktionsbedingungen Institut National des Appellations d'Origine (INAO), die durch ein Dekret des Landwirtschaftsministeriums offiziell bestätigt werden. Sie sind strenger als bei den AO VDQS-Weinen und beziehen sich vor allen Dingen auf das Anbaugebiet, die Rebsorten, den Mindestalkoholgehalt, den Maximalertrag, den Anbau, den Schnitt, die Weinbereitung und manchmal sogar die Reifebedingungen. Alle für eine Appellation d'Origine Contrôlée vorgesehenen Weine werden einer Analyse und einer abschließenden Verkostung unterzogen. Nach bestandener Prüfung erhalten die Weine vom INAO ein Zertifikat, daß sie unter der entsprechenden kontrollierten Ursprungsbezeichnung in den Handel kommen dürfen. Nicht zugelassene Weine dürfen die AOC nicht tragen. Diese strenge Gesetzgebung sorgt dafür, daß die Qualität der AOC-Weine immer wieder aufs neue überprüft wird.